Wie sieht mein eigener Herzschlag auf dem Monitor aus? Und wie entwickelt man technische Hilfsmittel für Menschen mit körperlichen Einschränkungen? Am 07. und 08. Januar 2026 konnten unsere Schülerinnen und Schüler der Klassen 8a und 8e genau das herausfinden.
Im Rahmen unserer MINT-Förderung hatten wir die Initiative Junge Forscherinnen und Forscher (IJF) zu Gast an der Realschule Ebermannstadt. Jeweils von der 3. bis zur 6. Stunde verwandelten sich die Klassenzimmer in Experimentierlabore, in denen Theorie und Praxis eng miteinander verknüpft wurden.
Tag 1: Naturwissenschaft und Technik in der Medizin
Der erste Projekttag startete mit einer spannenden Einführung in die Welt der Gesundheitstechnologien. Danach hieß es für die Jugendlichen: selbst aktiv werden! An fünf verschiedenen Stationen konnten sie medizintechnische Anwendungen hautnah erleben.
Besonders das EKG, bei dem die eigenen Herzsignale sichtbar gemacht wurden, sorgte für Staunen. Aber auch moderne Verfahren wie die Infrarot-Bildgebung oder die Arbeit mit Brain-Computer-Interfaces zeigten eindrucksvoll, wie Physik und Informatik heute Leben retten und den Alltag von Patienten erleichtern können.
Tag 2: Von der Idee zum eigenen Prototyp
Am zweiten Tag lag der Fokus auf der Berufswelt und der eigenen Kreativität. Nach einem Einblick in medizintechnische Berufe und wegweisende Erfindungen wurden die Schülerinnen und Schüler selbst zu Entwicklern.
Die Aufgabe: Eine eigene Greifhilfe entwerfen und aus vorgegebenen Materialien bauen. Es war beeindruckend zu beobachten, mit wie viel Erfindergeist die Teams an ihre Prototypen herangingen. Hierbei ging es nicht nur um technisches Verständnis, sondern auch darum, Lösungen für ganz praktische Alltagsprobleme zu finden.
Ein Blick in die Zukunft: Das TUMO-Konzept
Ein besonderer Abschluss gelang uns in der letzten Stunde des zweiten Tages: Das MINT-Zentrum aus Hirschaid besuchte uns und stellte das innovative TUMO-Konzept vor. Unsere Schülerinnen und Schüler erfuhren, welche tollen Möglichkeiten zur digitalen und kreativen Weiterbildung – von Robotik über Grafikdesign hin zu Spieleentwicklung – direkt in unserer Nachbarschaft in Hirschaid auf sie warten.
Fazit
Es waren zwei intensive und sehr gewinnbringende Projekt tage. Besonders schön war zu sehen, wie greifbar MINT-Themen werden, wenn man sie selbst ausprobieren kann. Ein herzlicher Dank geht an die Referenten der IJF sowie an das Team von TUMO Hirschaid für die tollen Impulse!
Julia Jentsch