Kampfansage gegen Mobbing

5.Klässler absolvieren Anti-Mobbing Einheit der EOM Heroes.

Einen ganz besonderen Workshop erlebten die Schüler der Klassen 5a und 5e im Rahmen ihres Schullandheimaufenthaltes in Bad Windsheim. Dort durften sie am Anti-Mobbing Programm der End of Mobbing Heroes, kurz EOM Heroes, teilnehmen. Die Kampfsportschule aus Hirschaid hatte im Vorfeld einige Lehrer dazu ausgebildet, den Schülern einfache Box-Grundhaltungen und Techniken beizubringen und sie für das Thema Mobbing zu sensibilisieren.

Gemeinsam stark sein und Schwächeren zu mehr Stärke verhelfen

Boxen und Mobbing-Prävention- Wie passt das zusammen? Tatsächlich basiert der Ansatz der Kampfsportschule auf einer einfachen Überlegung. Ein Schüler, der seine eigene Kraft zielgerichtet einsetzen kann, aber auch persönliche Grenzen und die der anderen kennt, hat es nicht nötig, andere zu drangsalieren. Im Gegenteil: In den EOM-Workshops sollen die Schüler lernen, wie man die eigene Stärke dazu nutzen kann, anderen zu helfen und sie zu unterstützen- ein wichtiger Grundstein zur Entwicklung einer guten Klassengemeinschaft.

Woran erkennt man Mobbing?

Somit standen zum Anfang des Boxtrainings auch noch nicht die eigentlichen Boxübungen, sondern ein kurzer Austausch über das Thema Mobbing im Zentrum. Die Schüler erfuhren anhand eines kurzen Erklärvideos, woran man Mobbing erkennt, wie weit es verbreitet ist und welche Rollen es bei einem Mobbing-Vorfall in der Klasse gibt. Anschließend überlegten sie, wie es eigentlich in der eigenen Klasse ausschaut. Sind im täglichen Schulalltag Beleidigungen und Bedrohungen an der Tagesordnung und wie reagieren die Beteiligten, wenn solche Dinge vorfallen? All dies konnten die Schüler in einen Fragebogen eintragen, den die Lehrer anschließend auswerteten.

Erste Übungen in Zweier-Teams

Nach dieser kurzen Theorie-Einheit wurde es dann ernst. Die Schüler durften sich mit Boxhandschuhen ausrüsten und lernten erste Box-Techniken wie die Kampfhaltung KIA und die Boxtechnik der rechten und linken Geraden kennen. Während die jungen Boxerinnen und Boxer ihre ersten Schläge ausprobierten, achteten die Lehrerinnen Frau Schneider und Frau Nabinger darauf, dass die Techniken zielgenau umgesetzt wurden und sich jeder mit seinem Box-Partner wohlfühlte. Schon nach kürzester Zeit kamen alle Beteiligten richtig ins Schwitzen, denn die Übungen verlangten Teilnehmern und Lehrern so einiges ab.

Ein Film zum Nachdenken

Den Abschluss der etwa einstündigen Box-Einheit bildete schließlich ein Film, der die typischen Mobbing-Rollen noch einmal anhand einer real nachgespielten Situation aus dem Klassenzimmer veranschaulichte. Hier zeigte sich ganz deutlich, dass die ganze Klasse beteiligt ist, wenn es Mobbing-Vorfälle gibt und dass es gar nicht so einfach ist, in einer solchen Situation den Mut aufzubringen, dem Mobbing-Opfer zu helfen. Insgesamt bot der Workshop den Schülern zahlreiche Möglichkeiten, ihre Kräfte zu erproben und über das Thema Mobbing nachzudenken. Wir hoffen, dass mit Hilfe der Einheit ein erster Grundstein für ein besseres Miteinander in den Klassen gelegt wurde. Denn eines ist sicher: Gemeinsames Lernen kann nur dann gelingen, wenn sich jeder in seiner Klasse wohlfühlt und auf den anderen Rücksicht nimmt.

Eva-Maria Schneider

 

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