Eine Musikerin aus Lüneburg zu Gast
Zu Beginn der dritten Stunde durften sie zu einem Workshop in den Musiksaal kommen. Hier wartete die Singer- und Songwriterin Coco Aikura aus Lüneburg auf sie. Die Künstlerin verbrachte zehn Jahre als Musikerin in Paris und bereiste mit ihrer Band Yalta Club die ganze Welt. Mittlerweile lebt und arbeitet sie als Doktorin der Politikwissenschaften in Lüneburg, lehrt dort soziale Arbeit an der Universität und ist nebenher weiterhin als Musikerin tätig, die gerne für Sofakonzerte oder Workshops an Schulen gebucht werden kann.
Ein Lied entsteht
Kennengelernt bei einer Fortbildung in Kulmbach entstand der Plan, Coco Aikura auch für unsere Französischschüler nach Ebermannstadt zu holen. Und an diesem Freitag war es endlich so weit.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und einigen musikalischen und taktischen Übungen lernten die Schüler einen Refrain kennen, der sowohl aus deutschen als auch aus französischen Zeilen bestand. Die Aufgabe war es nun, in Kleingruppen je eine Strophe zu diesem Refrain zu schreiben – alle Sprachen erlaubt, sodass am Ende ein gemeinsames Lied entsteht. Zunächst waren die Gruppen ein wenig zögerlich und verhalten, aber was dann letztendlich entstand, konnte sich sehen lassen. Abschließend durften sie ihre eigenen Zeilen nämlich gemeinsam mit Coco Aikura und deren Gitarrenbegleitung vor einem Publikum bestehend aus unseren Siebt- und Achtklässlern aus dem Französischzweig, den beiden Französischlehrerinnen, unserer Schulleiterin und unserer Fremdsprachenassistentin präsentieren. Diese Aufgabe erforderte größten Mut.
Französisch einmal anders
Unsere Schüler und Schülerinnen haben das wunderbar gemeistert, wirklich beeindruckende Strophen innerhalb kürzester Zeit geschrieben und können richtig stolz auf sich und das Ergebnis sein – und haben ganz nebenbei ihre Französischkenntnisse anwenden können. Besonders auch deshalb, weil Coco Aikura ihren Workshop überwiegend auf Französisch gehalten hat. Abgerundet wurde der Vormittag mit einem kleinen Konzert von ihr und einem spontanen Poetry Slam unserer Fremdsprachenassistentin Sara. Alles in allem ein großartiger und gelungener Vormittag, der gezeigt hat, was mit (Fremd-)Sprache alles möglich ist.
Julia Sauer